Die Geschichte der HTWK beginnt nicht erst mit der Neugründung vor 25 Jahren. Die Gründung der Technischen Hochschule 1977 legte den Grundstein für die Entwicklung unserer Hochschule, so wie wir sie jetzt kennen. Somit feiern wir dieses Jahr nicht nur ein 25-jähriges Jubiläum, sondern blicken stolz auf 40 Jahre Hochschulgeschichte zurück.

Text von Benjamin Schäf, Titelbild von Pullwitt/HTWK Leipzig

Blickt man auf die kommenden Jahre, so ist klar erkennbar, daß wir viele neue, qualifizierte Hoch- und Fachschulkader brauchen, […] Darauf richtet sich auch die effektivste Ausnutzung der im Hochschulwesen vorhandenen Ausbildungskapazitäten. Im Interesse ihrer weiteren Konzentration halten wir es für erforderlich, in Leipzig in den nächsten Jahren eine Technische Hochschule zu bilden.

Mit diesen Worten wurde auf dem 9. Parteitag der SED im Mai 1976 in Berlin die Absicht bekundet, in Leipzig eine Technische Hochschule zu gründen, die sechste dieser Art auf dem Gebiet der damaligen DDR.

Am 17. Januar 1977 wurde die neue Bildungseinrichtung mit einem Festakt in der Leipziger Oper feierlich eröffnet. Die Hochschule entstand durch die Zusammenlegung der bisherigen Hochschule für Bauwesen und der Ingenieurhochschule. Während die Hochschule für Bauwesen bereits im Jahre 1954 im Zuge der II. Hochschulreform gegründet wurde, konnte die Ingenieurhochschule in dieser Form gerade einmal auf eine Geschichte von acht Jahren zurückblicken. Sie war 1969 aus der Ingenieurschule für Automatisierungstechnik hervorgegangen.

An der Technischen Hochschule Leipzig waren zum Zeitpunkt ihrer Gründung schätzungsweise 2500 Direktstudenten immatrikuliert und 400 Professoren, Dozenten und wissenschaftliche Mitarbeiter beschäftigt. Das Spektrum an Studiengängen der nunmehrigen polytechnischen Einrichtung speiste sich aus denen der beiden Vorgängereinrichtungen.  Das Studium konnte in den Fachrichtungen Technologie der Bauproduktion, Ingenieurbau, Betriebswirtschaft /Ingenieurökonomie der Bauindustrie, Automatisierungsanlagen, Elektroenergieanlagen oder Polygrafie absolviert werden. Seinen Sitz hatte die Hochschule wie heute auch in der Karl-Liebknecht-Straße 132, während das Gros der Ausbildung in verschiedenen über die Stadt verteilten Objekten erfolgte.